Sachbücher / Essen/Trinken
Druckversion

Der Schlankheits-Code

Autor(en): Elisabeth Lange & Dr. Susanne Wiesner
Verlag: GU
Preis: 19.90
ISBN: 978-3-8338-1147-0
Erschienen: Dezember 2008

Durschnittliche Bewertung: Bewertung: 4 von 5 Sternen

Buchauszug:

Die einfache Rechnung „Kalorienaufnahme minus Kalorienverbrauch gleich Fettpolster“ klingt zwar logisch, reicht aber als Erklärung für Übergewicht nicht aus. Längst haben Experten mit der Vorstellung gebrochen, dass eine einzige, ganz bestimmte Art zu essen und zu leben für alle Menschen richtig sein muss. Das Gegenteil stimmt. Der Stoffwechsel jedes Einzelnen verfügt über eigene raffinierte Regulationsmechanismen, die das Abnehmen erschweren oder erleichtern. Deshalb benötigen manche einen üppiger gefüllten Teller um satt zu werden, andere hingegen widerstehen dem Hunger am besten, wenn sie mehr mageres Fleisch essen, und wieder andere benötigen eine Menge langsamer Kohlehydrate zu ihrem Abnehmglück. Genauso gehen nervöse, erschöpfte Menschen besser einen anderen Weg um überflüssige Pfunde zu verlieren als Genießertypen oder Exraucher.

README Buchbesprechung:

Autor: avb, Datum: 03.05.2009
Buch-Bewertung: Bewertung: 4 von 5 Sternen
Abnehmen ist wirklich nicht leicht. Nach einer Studie von 2007 haben sich bereits sieben von zehn Frauen schon mal mit einer Diät herumgeplagt.
Inzwischen ist den meisten Menschen mit Gewichtsproblemen klar: Es gibt nicht die „eine“ Idealdiät. Wer abnehmen möchte, muss diesen Wunsch viel differenzierter angehen. Und genau dafür ist das neue Buch gemacht: „Der Schlankheits-Code. Ihr persönlicher Schlüssel zum Abnehmen.“ Geschrieben von Elisabeth Lange, studierte Ernährungswissenschaftlerin, und Dr. med Susanne Wiesner, Leiterin des Adipositas-Zentrum des Helios-Klinikums in Berlin-Buch.
Die beiden Autorinnen haben das gesamte Wissen aus der neuesten Adipositas-Forschung zusammengefasst und daraus ein fundiertes, praktisches, verständliches und spannend lesbares Schlankheits-Lebenshilfebuch gemacht. Mit großem Rezepte-Extra für eine Grunddiät.
Anhand von Tests und amüsant geschriebenen Fallbeispielen findet man schnell heraus, welchem der 20 „Pfundstypen“ man selbst am meisten entspricht und welche Lösungen, sprich „Codes“, für einen persönlich geeignet sind, um das Wunschgewicht zu erzielen und dauerhaft zu halten.

Welche Pfundstypen es gibt?
1. Selbstbelohner: Entschädigen sich bei Erschöpfung mit Essen und Trinken.
2. Bildschirmhocker: Verbringen zu viel Zeit vor dem Fernseher oder Computer.
3. Diätmüde: Meinen, dass die Pfunde unweigerlich nach Diäten zurückkehren.
4. Faultier: Haben keinerlei Lust auf Sport und Bewegung.
5. Exraucher: Kämpfen gegen überflüssige Pfunde nach einer Raucherentwöhnung.
6. Hungerleider: Haben ständig Appetit und Magenknurren.
7. Nacht-Esser: Gehen während andere schlafen zum Kühlschrank.
8. Erblast: Meinen nicht abnehmen zu können, weil sie aus einer übergewichtigen Familie stammen.
9. Nebenwirkung: Haben durch Krankheit oder Medikamente zugenommen.
10. Dauer-Esser: Sind dem amerikanischen Ernährungstrend Grazing verfallen.
11. Schwanger: Müssen sich auf einen veränderten Stoffwechsel einstellen.
12. Stress-Esser: Werden mit zunehmenden Anforderungen immer dicker.
13. Schokoholic: Glauben, dass Sie ihre Lust auf Süßes nicht bremsen können.
14. Schlaflos: Bekommen durch Schlafmangel mehr Hunger und Gewicht.
15. Festtagsschlemmer: Legen jedes Weihnachten mehr Pfunde zu.
16. Sisyphus: Leiden darunter, dass die purzelnden Pfunde immer wieder zurückkehren.
17. Trinkfest: Bedenken oft nicht, dass das zweite Glas auf den Hüften landet.
18. Vollbeschäftigt: Haben keine Zeit zum Kochen und für Fitness.
19. Wechseljahre: Fürchten, dass die hormonelle Talfahrt unweigerlich dick macht.
20. Winterspeck: Leiden besonders in der kalten Jahreszeit unter Heißhunger auf Süßes.

Für jeden „Pfundstyp“ gibt es eine Fülle praktischer Lösungsvorschläge, die man individuell für sich als „super“, „gut“ oder „ungeeignet“ ankreuzen kann.
Meist treffen mehrere der „Pfundstyp“- Beschreibungen zu. Beim „Daueresser“ beispielsweise erfährt man„Wer immerzu knuspert, knabbert, kaut und schluckt, ermüdet die Messfühler des Verdauungstrakts.“ Dagegen helfen die Codes: Im Sitzen essen, Mahlzeiten gestalten, Strichlisten führen, von den Franzosen lernen.
Oder beim Sisyphus-Typ, der ständig mit dem Jojoeffekt kämpft: Eiweißvorräte wieder aufbauen, Mehr Licht und Kalzium, Plateauphasen austricksen, mal einen Tag frei nehmen, mindestens ein Jahr dranbleiben, die Verbrennung anzuheizen.
Was das „Anheizen der Verbrennung“ betrifft: Da die einzigen echten „Fatburner“ im Körper die Muskeln sind, ist Bewegung für alle Pflicht, die abnehmen wollen: „Je regelmäßiger man sich bewegt, desto besser klappt die Fettverbrennung. Es ist ein Märchen, der Körper würde erst an die Reserven gehen, wenn die Kohlenhydratvorräte der Leber erschöpft sind. Er nutzt beide Quellen gleichzeitig – und deshalb zählt jeder zusätzliche Schritt und jede Minute Muskeltraining.“

In  dem intelligenten Buch wird auch mit etlichen Diät-Irrtümern aufgeräumt. Beispielsweise mit dem Glauben, dass Fett besonders gut sättigt (das können langsame Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten und Vollkorn viel besser) oder dass der Körper einen geheimen Set-Point hat, auf den er immer wieder zurückfällt. Die wichtigste Botschaft: Veranlagung und Lebensstil bestimmen gemeinsam das Körpergewicht, aber:  „Alles was man sich angewöhnt hat, kann man sich auch wieder abgewöhnen, denn das Gehirn ist plastisch.“



Ich habe das Buch gelesen und möchte ...

das Buch bewerten Bewertung: 0 von 5 Sternen
(Auf einer Skala von 1 bis 5 Sternen, wobei 5 Sterne die beste Bewertung darstellt. Die Bewertung wirkt sich auf den aufgeführten Gesamtdurchschitt aus.)
Amazon-Logo